Starke Verbundenheit

Patenkinder sind etwas ganz Besonderes. Man sieht sie wachsen, begleitet sie gerade am Anfang sehr intensiv und freut sich, wenn sie ihre eigenen Wege gehen. Die Verbundenheit indes bleibt meist ein Leben lang. Ähnlich verhält es sich mit unseren mittlerweile drei Patenclubs. Neben den beiden Wittener Clubs Herdecke und Ardey freuen wir uns über den Club Gulf-Dubai, den wir im April 2015 mit auf den soroptimistischen Weg gebracht haben. Zudem pflegen wir seit Jahren eine intensive Freundschaft zum Club „Milimani“ in Nairobi (Kenia).

SI Club Witten-Herdecke

Die Idee, als Soroptimistin Gutes zu tun, sich zu engagieren und zu vernetzen, trägt Früchte. Daher traten 2011 interessierte Frauen an Edeltraud Priddat und Dorothea Eckardt heran, die dann beide gerne die Patenschaft übernommen haben. So kam es am 8. Juni 2013 mit der Charterfeier zur Gründung des zweiten Wittener SI Clubs. 26 Frauen haben die Gründungsurkunde unterschrieben und wurden damit Mitglied von Soroptimist International. Weitere Angaben zum Club Witten-Herdecke, zu den Projekten und Aktivitäten finden sich auf den Internetseiten des Clubs:

>> clubwitten-herdecke.soroptimist.de

SI Club Gulf-Dubai

Nach mehr als drei Jahren Gründungsphase war es endlich soweit: Am 24. April 2015 charterte der Club Gulf-Dubai als erster SI Club am Arabischen Golf. Mit großer Freude überbrachte SIE Präsidentin Ulla Madsen die Charterurkunde. Die Gründungspräsidentin Sareh Ameri, SIE Chair Extension Maria Luisa Frosio sowie die beiden Patinnen Connie Gehrken und Edeltraud Priddat – beide aus unserem Club Witten Ruhr – begrüßten gemeinsam mit 32 neuen Clubmitgliedern fast zahlreiche Gäste aus der gesamten Föderation. 250 Gäste aus nah und fern, darunter alleine 48 Sorores aus Deutschland, erlebten ein wundervolles Charterwochenende, pflegten bestehende Freundschaften und knüpften neue Kontakte

Der neue Club repräsentiert die Lebens- und Arbeitssituation in den Vereinigten Emiraten: Mit 18 Nationalitäten aus Ost- und Westeuropa, Nord- und Südafrika, Neuseeland, Asien, Nord- und Südamerika, Iran und den Vereinigten Emiraten steht der SI Club Gulf-Dubai für gelebte Vielfalt. Im arabischen Raum bieten die gesellschaftlichen und politischen Strukturen den einheimischen Frauen kaum Möglichkeiten, sich in Netzwerken zu organisieren. Gerade vor diesem Hintergrund ist die Gründung des Soroptimist Clubs Gulf-Dubai etwas ganz besonderes – sowohl in den Vereinigten Arabischen Emiraten als auch in der gesamten Golfregion.

Die Clubgründung war eine spannende und intensive Zeit, in der die Gründungsmitglieder unermüdliches Engagement, Geduld, Ausdauer und Mut in einem Umfeld zeigten, das sich nur sehr langsam an Frauen-Serviceclubs gewöhnen wird. Die neuen Clubschwestern haben sich hinter Dubais glänzender Fassade kennen gelernt und freuen sich, unter Gleichgesinnten die in dieser Region häufig gelebte Oberflächlichkeit zu verlassen.

„Als Patinnen war es uns eine große Freude und Ehre, diesen Prozess begleiten zu dürfen und mit insgesamt 16 mitgereisten Wittener Clubschwestern an den Charterfeierlichkeiten teilnehmen zu können“, sagt Patin Connie Gehrken: „Im Namen des Patenclubs Witten Ruhr wünschen wir dem in jeder Hinsicht jungen Club mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren ein bereicherndes Clubleben mit Erfolg, Freude und Pioniergeist bei der Umsetzung soroptimistischer Ziele am Arabischen Golf.“

>> facebook.com/soroptimistinternationaldubai/

SI Club Witten-Ardey

Aller guten Dinge sind drei: Im September 2015 wurde der dritte Wittener SI Club gechartert. 26 Frauen des neuen Clubs Witten-Ardey wurden in der Aula der Universität Witten/Herdecke als 213. Club von Soroptimist International (SI) Deutschland in deren Reihen aufgenommen. Patinnen waren Edeltraud Priddat, Annette Bischof (beide SI Witten Ruhr) und Dagmar von Lojewski (SI Witten-Herdecke).
www.si-witten-ardey.de

Freundschaftslink zum Club „Milimani" in Nairobi

Seit vielen Jahren sind die SI Clubs Milimani Nairobi in Kenia und Witten Ruhr als Freundschaftsclubs miteinander verbunden und gemeinsam in verschiedenen Projekten aktiv. Im Juli 2009 haben uns fünf Club-Schwestern des kenianischen Clubs „Milimani Nairobi“ in Witten besucht. „Milimani“ ist einer von 13 SI-Clubs in Kenia. Wir haben ein einwöchiges Besucherprogramm organisiert, um unseren Club-Schwestern Witten, die Region und natürlich unseren Club vorzustellen. Alle Besucher waren privat bei Club-Schwestern untergebracht.

Aus diesem Treffen sind einige Projekte entstanden:

Unser Club hat die Patenschaft für die Schulausbildung eines Mädchens in Nairobi übernommen.
Wir unterstützen verschiedene Projekte in Nairobi.
Unsere Clubschwester Sandra Schneider ist zum „Valentinsday 2011“ nach Nairobi geflogen und hat als Ärztin einen Tag im Korogoscho-Slum, einem der größten Slumgebiete Kenias, kostenlose medizinische Beratung geleistet. Zusammen mit ihrer Arzthelferin, einer Diabetesassistentin und einem Koffer voller Medikamente flog sie nach Kenia. In Nairobi gibt es nur wenige Artzpraxen und die Behandlung dort ist auch nur für wenige Wohlhabende bezahlbar. Sandra Schneider hat im Gemeindezentrum von Father John – zusammen mit drei deutschen Ärztinnen der Organisation „Ärzte für die 3. Welt“ – am Valentinstag rund 2000 Kranke behandelt. Der Valentinstag hat seither für Sanda Schneider – und auch für uns – eine ganz neue und tiefere Bedeutung bekommen.

Im Juli 2012 flogen schließlich elf Soroptimistinnen unseres Clubs Witten Ruhr nach Kenia und tauchten für eine Woche in den afrikanischen Alltag der befreundeten Clubschwestern ein. Im Rahmen des vielseitigen Programmes bildeten die Besuche der verschiedenen Förderprojekte des kenianischen Freundschaftsclubs einen der Schwerpunkte.

Tief beeindruckend war für alle der Besuch im Korogocho Slum. Der Soroptimist Club Milimani hat dort ein multifunktionales Sanitär- und Waschhaus gebaut. Die Wittener Clubschwestern waren sich einig, dieses Projekt unbedingt weiter zu fördern. Eine Spende von 4.500 Euro wurde bereits vor Ort übergeben, Clubschwester Iris Graßhoff kündigte spontan eine Afrika-Brot-Fundraising-Aktion an: Von September 2012 bis Juli 2013 wurde im „Backhaus“ an der Dortmunder Straße sowie in den Bachhaus-Filialen ein Afrika-Brot nach speziellen Rezepturen angeboten. Von jedem verkauften Brot flossen 25 Cent als Spende in das Sanitärhaus-Projekt.

Am 17. Juli 2013 endete die Fundraising-Aktion mit einem ganztägigen Backhaus-Finale, an dem auch die Milimani Sorores aktiv mitgewirkt haben. Neun Kenianerinnen waren im Anschluss an den SI-Europa-Kongress bei verschiedenen Clubschwestern in Witten zu Gast.